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Das Unternehmen wurde im November 1980 gegründet. Ihre ersten Projekterfahrungen machte die IPC auf dem Gebiet energiewirtschaftlicher Fragestellungen, insbesondere von erneuerbaren Energieträgern. Bereits hier hat die IPC das Prinzip der Nachhaltigkeit verfolg, indem sie sich vor allem mit der wirtschaftlichen Machbarkeit von alternativen Energielösungen für die Zielgruppe der Verbraucher wie auch der Produzenten in den von ihr betreuten Projekten in Afrika und Lateinamerika auseinandersetzte. Neben dem Einsatz alternativer Energieträger wurden auch Fragen der Energieeinsparung in diversen Beratungsaufträgen bearbeitet. Ende der 80er Jahre verschob sich der Arbeitsschwerpunkt der IPC zu Themen der Entwicklungsfinanzierung.
In der Folge hat sich die IPC zunehmend auf die Beratung und den Aufbau von semiformellen und formellen Finanzintermediären konzentriert. Sie engagierte sich in den 90er Jahren unter anderem im sogenannten Upgrading, d. h. bei der Umwandlung von nichtstaatlichen und weitgehend unregulierten Mikrokreditinstitutionen zu formellen Finanzintermediären in mehreren Projekten in Lateinamerika. Parallel dazu begann sie mit der Beratung von kommerziellen Banken im Bereich der Kreditvergabe an kleinste, kleine und mittlere Unternehmen, anfangs in Lateinamerika, später in Ländern der ehemaligen Sowjetunion und auf dem Balkan. Die Konzipierung und Implementierung dieser sogenannten Downscaling-Projekte stellt auch heute einen relevanten Geschäftszweig der IPC dar.
Im Zusammenhang mit der Beratung von Mikrokreditinstitutionen und kommerziellen Banken entwickelte die IPC bereits Ende der 80er Jahre eine spezielle Software zur Unterstützung der Kreditvergabe an Kleinunternehmen. Diese Software wurde im Verlauf der Geschäftstätigkeit vielfach erweitert und modernisiert und umfasst heute Module zur Unterstützung aller Banktransaktionen einschließlich der Buchhaltung. Im Jahre 2004 entstand aus der IT-Abteilung der IPC folgerichtig ein eigenständiges Softwareunternehmen mit dem Namen Quipu GmbH, das nach wie vor alle IPC-Projekte im IT-Bereich begleitet.
In Ergänzung zu ihrer praktischen Consultingtätigkeit hat die IPC über eine beständige wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Resultaten ihrer Engagements und zahlreiche reflektierende Diskussionen mit Wirtschaftswissenschaftlern aus verschiedenen Universitäten wesentlich zur Weiterentwicklung des Verständnisses von Development Finance beigetragen. In den Jahren 1997 bis 1999 war sie zusammen mit der Goethe-Universität Frankfurt und der Ohio State University Veranstalter von drei Symposien zum Thema New Development Finance, die weltweite Beachtung fanden.
Ende der 90er Jahre wurde die IPC von mehreren internationalen Finanzinstitutionen aufgefordert, in Osteuropa spezialisierte Banken für ökonomisch schwache und daher förderungswürdige Zielgruppen aufzubauen. Das Besondere an dieser Herausforderung war die Übernahme des Managements dieser Banken durch Experten der IPC sowie die Beteiligung der IPC am Eigenkapital der Banken (in der Regel 15 bis 20 %). Die Beratung von zum Teil eigenen Banken führte schließlich zu dem, was heute die ProCredit Gruppe ist.
Nach einer ersten Beteiligung an der „Micro Enterprise Bank“ von Bosnien und Herzegowina folgten ähnliche Beteiligungen in Albanien, Georgien und weiteren Ländern. Der steigende Eigenkapitalbedarf der neuen Banken führte zu einem steigenden Investitionsbedarf für die IPC, der nicht mehr allein durch Gewinne aus Consultingtätigkeiten gedeckt werden konnte. Daher gründete die IPC im Jahre 1998 eine Unternehmung mit dem Namen „Internationale Micro Investitionen (IMI) AG“, eine Gesellschaft für Investitionen in Mikrofinanzbanken, zu der sie als ersten Investitionspartner die holländische DOEN-Stiftung gewinnen konnte. Später kamen als wesentliche weitere Aktionäre die KfW-Gruppe, der IFC sowie die FMO und BIO hinzu.
Der Erfolg der neuen Mikrofinanzbanken führte schließlich zu einer einheitlichen Namensgebung, den ProCredit Banken, und zum Zusammenschluss aller Banken unter der Führung des Mehrheitsaktionärs, der ProCredit Holding AG (ehemals IMI AG). Die ProCredit Holding verfügt heute über eine Gruppe von 22 Banken in Ländern Osteuropas und Zentralasiens, Lateinamerikas und Afrikas; ihr Eigenkapital beträgt EUR 299 Mio. Die IPC und eine Vielzahl ihrer Angestellten (via IPC Invest GmbH und Co. KG) halten zusammen 30,3% der stimmberechtigten Aktien der ProCredit Holding.
Ende 2007 sind rund 60 Experten, die heutigen Geschäftsführer der ProCredit Banken sowie andere Mitarbeiter, von der IPC zur ProCredit Gruppe gewechselt. Nachdem ihr Arbeitsschwerpunkt über viele Jahre der Aufbau und das Management der ProCredit Gruppe gewesen ist, bringt die förmliche und faktische Trennung der ProCredit Holding vom Consultingunternehmen die IPC wieder zum reinen Beratungsgeschäft zurück.
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